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Erste Hilfe bei Unfällen mit Strom

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Leben retten und sich selbst nicht gefährden

Unfälle mit Strom haben in der Regel ein hohes Risiko mit schweren Verletzungen einher zu gehen. Der Anteil von Unfällen mit elektrischen Anlagen mit einem tödlichen Ausgang ist im Vergleich zu anderen Arbeitsunfällen relativ hoch. Deshalb sind Unfälle mit elektrischen Anlagen mit einem potenziell hohen Gefährdungsrisiko verbunden. Bei den Auswirkungen, die Strom auf den menschlichen Körper haben kann, werden grundsätzlich zwei Arten unterschieden:

  • physiologische Auswirkungen und
  • physikalische Auswirkungen.

Zu den physiologischen Erscheinungen zählen unter anderem:

  • Nervenerschütterungen
  • Herzkammerflimmern
  • Muskelverkrampfungen
  • Blutdrucksteigerung

Zu den physikalischen Folgen eines Unfalls mit Elektrizität gehören:

  • Flüssigkeitsverlust
  • Marken an den Ein- und Austrittsstellen des Stroms
  • Blendungen (bei Lichtbögen)

Was tun bei Herzkammerflimmern und Kreislaufstillstand?

Je nach Dauer der Durchströmung und der Stromstärke, kann durch einen Stromunfall ein Herzkammerflimmern ausgelöst werden. Das Flimmern bildet sich nicht alleine wieder zurück – eine Erste Hilfe ist überlebenswichtig. Wichtigstes Hilfsmittel in diesem Zusammenhang ist ein Defibrillator. Durch diesen wird ein Gleichstromstoß erzeugt, der die elektrische Erregung des Herzens löscht. Ein Kreislaufstillstand resultiert aus einem Herzkammerflimmern und einem Herzstillstand. Kreislaufstillstand bedeutet, dass der Blutkreislauf und der damit einhergehende Transport von Sauerstoff im Körper zum Erliegen kommen. Der Sauerstoffmangel wirkt sich auf die lebenswichtigen Organe wie Herz, Lunge und natürlich auf das Gehirn aus. Bereits nach kurzer Zeit (etwa fünf Minuten) kommt es zu nicht wieder reparablen Schäden. Damit wird auch klar, dass Erste Hilfe bei Stromunfällen Leben retten kann. Innerhalb kürzester Zeit muss bei einem Verunglückten mit diesen Symptomen mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen werden. Diese Maßnahme muss so lange fortgesetzt werden, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Von der Rettungs- und Überlebenskette

Die Erste Hilfe bei Unfällen mit elektrischen Anlagen erfolgt grundsätzlich nach der Rettungskette. Da es sich bei Stromunfällen jedoch um besondere Unfälle handelt, ist die Rettungskette mit der Überlebenskette in Einklang zu bringen. Der Eigenschutz spielt hierbei eine große Rolle. Wichtig ist bei einem solchen Unfall die sofortige Information des Rettungsdienstes. Bei einem solchen Notruf muss die Nachricht „Stromunfall“ mitgeteilt werden. Grundsätzlich erfolgt den Notruf nach dem Schema der 5 „W`s“:

  • Wo (Unfallort)
  • Was
  • Wie viele (Verletzte)
  • Welche (Verletzungen)
  • Warten (auf eventuelle Fragen).

Vom Ersthelfer ist nichts Übermenschliches zu verlangen. Er sollte Ruhe bewahren und sich zuerst einen Überblick verschaffen, was geschehen ist. Als nächster Schritt steht die Beurteilung an, welche Gefahren am Ort drohen. Bei dieser Betrachtung muss der Ersthelfer sich selbst einbeziehen. Daraus ergeben sich die notwendigen Handlungen.

Besondere Maßnahmen bei Stromunfällen

Bei Unfällen mit Strom ist die eigene Sicherheit der Rettungskräfte vorrangig. Deshalb müssen auch hier die fünf Sicherheitsregeln im Umgang mit elektrischen Anlagen beachtet werden. Liegt Atemstillstand vor, muss der Verletzte durch eine Atemspende versorgt werden. Bei zusätzlichem Herzstillstand gehört zur Ersten Hilfe auch die gleichzeitige Herzdruckmassage. Besonders häufig sind Verbrennungen. Hierzu benutzt der Ersthelfer einen Einweghandschuh. Brandwunden dürfen nie mit den Fingern berührt werden. Der Ersthelfer sollte angebrannte Kleidung vorsichtig entfernen; dort, wo die Kleidung an der Haut klebt, sollte sie belassen werden. Brandblasen nicht öffnen und keine Salben, Öle oder Puder verwenden.

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Leben retten und sich selbst nicht gefährden Unfälle mit Strom haben in der Regel ein hohes Risiko mit schweren Verletzungen einher zu gehen. Der Anteil von Unfällen mit elektrischen Anlagen mit einem tödlichen Ausgang ist im Vergleich zu anderen Arbeitsunfällen relativ hoch. Deshalb sind Unfälle mit elektrischen Anlagen mit einem potenziell hohen Gefährdungsrisiko verbunden. Bei

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