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Unfallschwerpunkt

Was sind Anschlagmittel?

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Wenn eine Last mit einem Tragemittel verbunden werden muss

Noch immer ist im Transportbereich – trotz eines zunehmenden Mechanisierungsgrades – ein Großteil der Arbeit wortwörtliche Handarbeit. Dies betrifft insbesondere den sogenannten Anschläger. Dieser wird beim Transport von Lasten durch Hebezeuge tätig. Der Umgang des Anschlägers mit der Last und den Anschlagmitteln ist dabei sehr wichtig für den sicheren Transport. Dabei gilt es vor allem Kopfarbeit zu leisten und zu entscheiden, welches Anschlagmittel für welche Last und für welches Hebezeug eingesetzt werden kann oder muss. Dazu muss zunächst definiert werden, was sind Anschlagmittel und welche Bedingungen müssen sie erfüllen, damit mi ihnen ein sicherer Transport durchgeführt werden kann.

Welches Anschlagmittel für welche Aufgabe?

Anschlagmittel sind zum Beispiel Ketten, Hebebänder, Rundschlingen und Seile. Sie verbinden die Last direkt mit dem Tragemittel des Hebezeuges (zum Beispiel einem Kran). Seile eignen sich dabei für Lasten, die ölige, glatte oder rutschige Oberflächen haben. Hakenseile dienen als Verbindung zwischen einem Kranhaken und der Öse der Last. Eine Kette wird immer dann verwendet, wenn das Material heiß ist, es sich um Lasten handelt, die keine rutschigen Oberflächen haben aber auch um scharfkantige Profile und Träger. Die Hakenkette dient auch hier der Verbindung zwischen der Öse der Last und dem Hebezeug. Auch eine Kombination aus Kette und Seil ist möglich. Dieses Anschlagmittel wird häufig für den Transport von Profilstahl verwendet. Übrigens müssen montierte Anschlagmittel vor der ersten Inanspruchnahme durch eine befähigte Person geprüft werden.

Wann sind welche Anschlagmittel nicht geeignet?

Hebebänder und Rundschlingen eigen sich für Lasten mit empfindlicher und sehr rutschiger Oberfläche. Dies sind zum Beispiel Walzen, Wellen und Lasten mit lackierter Oberfläche. Weiter Anschlagmittel sind Natur- oder Chemiefaserteile. Sie finden Anwendung für Lasten, die eine sehr empfindliche Oberfläche haben. Weiter, für Lasten, die sehr leicht sind oder eine druckempfindliche Oberfläche haben. Im Umkehrschluss gibt es auch Lasten, für die einzelne Anschlagmittel nicht geeignet sind. Für scharfkantige und heiße Materialien können keine Seile verwendet werden. Haben Lasten ölige oder rutschige Oberflächen, können keine Ketten eingesetzt werden. Hebebänder und Rundschlingen wiederum eignen sich nicht für heiße und scharfkantige Lasten. Zu den ältesten Anschlagmittel zählt das Faserseil. Eine der am häufigsten eingesetzten Anschlagmittel ist das Drahtseil. Hebebänder dagegen entstehen durch das Vernähen von Gurtbändern aus Polypropylen-, Polyester- oder Polyamid-Fasern. Sie besitzen eine hohe Tragfähigkeit und schmiegen sich der Form der Last an. Rundschlingen wiederum werden aus einem Fadengelege in einem Schlauch gefertigt und sind dadurch sehr flexibel. Weitere Beispiele für Anschlagmittel sind Anschlagketten und kombinierte Anschlagmittel.

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Wenn eine Last mit einem Tragemittel verbunden werden muss Noch immer ist im Transportbereich – trotz eines zunehmenden Mechanisierungsgrades – ein Großteil der Arbeit wortwörtliche Handarbeit. Dies betrifft insbesondere den sogenannten Anschläger. Dieser wird beim Transport von Lasten durch Hebezeuge tätig. Der Umgang des Anschlägers mit der Last und den Anschlagmitteln ist dabei sehr wichtig

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